30 Jahre FiViA- Berlin e.V.
Im Januar 1990 hat sich der Verein FiViA - Berlin gegründet. Etwa 25 filminteressierte Amateure aus Berlin schlossen sich zusammen.
Das waren Amateure aus den zahlreichen Ostberliner Filmklubs, wie AFC- Energie (heute bekannt als ars cinema), Kreisarbeitsgemeinschaft Film,
Studio der Volkspolizei, Studio der Deutschen Reichsbahn, Filmgruppe 82 Berlin der NVA, Kabelwerk Oberspree. Viele andere lösten sich nach der
Wende auf.

Unser aktueller Vorstand Hans, Sigrid, Diddi

Wir, die FiViA - Berlin, schauten nach neuen Ufern und wollten unserem Hobby Film treu
bleiben. Nun bestehen wir schon 30 Jahre.
Oft haben wir unsere Klubräume in Berlin wechseln müssen. Sei es, wir waren zu viele Mit-
glieder und die Räumlichkeiten wurden zu eng oder die Räumlichkeiten wurden von den
Eigentümern für andere Zwecke genutzt. Dann und wann wechselten auch unsere Klubvor-
sitzenden, was immer Bewegung und somit frischen Wind in den Klub brachte. Auch die
Anzahl unserer Klubmitglieder schwankte bisweilen, oft wegen beruflicher Veränderungen
oder Wohnungswechsel, aber auch das Alter spielte eine Rolle. Ein fester Stamm von einer
Handvoll Personen ist immer noch vonAnfang an dabei.
Viele Jahre hatten wir unseren Klubraum im Kongress-Hotel in Berlin-Rahnsdorf, wo wir auch
den großen Saal für unsere Filmveranstaltungen nutzten.
Später sind wir dann ins Theater am Park (TaP) in Berlin-Biesdorf umgezogen, wo wir eben-
falls die Räumlichkeiten für unsere Veranstaltungen nutzten und noch nutzen. Mittlerweile
ist das TaP seit 11 Jahren unsere Heimstatt.

Das Schaffen und Machen eines Film- und Videoklubs ist vielseitig. Jeder von uns beschäftigt sich mit seinem Hobby ganz privat oder auch zu
gemeinschaftlichen Projekten. Mit der Gründung unseres Vereins haben wir das Filmfestival Eulenspiegeleien von damals aus Karl-Marx-Stadt
nach Berlin geholt und es jährlich mit viel Liebe, großem Aufwand und Engagement organisiert und durchgeführt. Mitbegründer und Cheforganisator
war damals unsere sogenannte »Obereule« Hans-Werner Tzschichhold. Später übernahm den Staffelstab der Organisation Ralf Köthnig und führte
zusammen mit der FiViA das Festival bis zum 40. Jubiläum. Die Besucher kamen aus ganz Deutschland und auch aus dem umliegenden Ausland.
Unter dem Vorzeichen »Der Klub, der die Eule macht« hatten wir uns einen Namen geschaffen, den wohl jeder Amateur schon oft gehört hat.

Auch viele Berlin / Brandenburger Landesfilmfestivale haben wir mit unseren Mitgliedern organisiert. Doch damit nicht genug, die Ideen unserer
Mitglieder brachten ein zweites von uns organisiertes Festival auf die Füße. Das Internationale »Frech Frivole-Filmfestival« wurde im Jahr 2000
gegründet und durchgeführt. Der Oberorganisator war Dietmar Schürtz. Auch wenn einige Filmer am Anfang etwas schmallippig schauten und es
mit Schwein- und Schmuddelkram bezeichneten, wurde es über 20 Jahre ein Festivalerfolg. Mit hochwertigen, witzigen und erotischen Videos haben
wir die Herzen der junggebliebenen Zuschauer und deren Phantasie erreicht.

Der Nordberliner Videoclub NVC war der Veranstalter des Musik-Videoclip-Wettbewerbes in Berlin. Als der Verein sich 2009 nicht mehr in der
Lage sah, dieses 18. Festival weiterzuführen, haben wir als FiViA-Berlin auch noch dieses Festival übernommen. Das Festival haben wir 8 Jahre
organisiert und somit bis zum 25. Internationalen Musik-Videoclip-Wettbewerb in Berlin mit viel Erfolg trotz Geldmangels und fehlender Sponsoren
präsentiert. Das ist schon eine straffe Leistung.

Hatten wir eigentlich noch Zeit für die Schaffung von Filmkunstwerken? Ja natürlich. Unsere Mitglieder haben viele Videos geschaffen und an
Wettbewerben teilgenommen. Sie haben dadurch andere Wettbewerbe und Festivals besucht und kamen immer mit vielen Filmfreunden ins
Gespräch. Auch gemeinschaftliche Filme haben wir mit unserem Klub gedreht und mit Erfolg die Filme bis zu den Bundesfilmfestivals, der DAFF
und der Unica begleitet und Preise mit nach Hause genommen.

Doch genug der Lobhudelei. Unser Klub wird 30 Jahre, kein Grund zum Ausruhen.
Jeden 1. und 3. Montag im Monat treffen wir uns in unseren Räumen und denken über Neues, Interessantes und Verbesserungswürdiges nach.
Wir wollen Filme machen, sie präsentieren und weiter mit anderen Filmemachern und Hobbyisten im Gespräch bleiben.
Für die Organisation und Durchführung des Landesfilmfestivals Berlin/ Brandenburg im Herbst hat sich auch wieder die FiViA bereit erklärt.

Bleiben wir dran und in den Herzen der anderen.

Dietmar »Diddi« Schürtz
1. Vorsitzender